Ausstellung Amtshaus Margareten
„Franz Janz – Dämonisch Monströs“
Donnerstag, 13. September bis Freitag, 19. Oktober 2012
„Franz Janz – Dämonisch Monströs“
Donnerstag, 13. September bis Freitag, 19. Oktober 2012
Franz Janz wurde 1946 in Graz geboren. Er ist Autodidakt, entschied sich 1976 für ein Künstlerdasein und malt und zeichnet intensiv seit etwa 1990. Von seinen aufwühlenden Bildern gehen Urgewalten aus, sie sprühen nur so von Kraft und Vitalität, bewegen sich in Zwischenwelten voller Dämonen, Hexen und Halbwesen.
Franz Janz verbringt seine Jugend in der Grazer Subkultur, wo ihn die Welt des Rock und ein gewisser Hang zum Aktionismus prägen. Er arbeitet als Kellner in Graz und später auch in Salzburg. In der Grazer Halbwelt und bei Sandlern fühlt er sich gut aufgehoben. Mit dem bei Graz geborenen Arnold Schwarzenegger ist er befreundet, macht mit ihm zusammen eine Lehre in einer Holz- und Baustoff-Handlung und hilft ihm beim Einrichten der ersten Kraftkammer. In den späten 1970er Jahren versucht er seinem Alkoholproblem zu entrinnen, indem er sich vermehrt künstlerischer Arbeit zuwendet.
1988 übersiedelt er nach Salzburg und studiert 1991 an der Salzburger Sommerakademie in der Malklasse bei Hermann Nitsch. „Ich begriff sofort die Eigenartigkeit seiner Begabung, daran durfte man nichts zerstören…“ sagt sein Lehrer und Mentor und weiter „…Franz Janz ist ein extremer Grenzgänger, der seine Ausnahmeposition bewältigt und dadurch zum Finden des Seins und zum Übermittler weit über dem Klischee stehender Wahrheiten wird.“ Hermann Nitsch lässt Franz Janz seinen eigenen Weg gehen – dessen Einfluss ist in seinen Arbeiten in der Spontanität und abstrakter Expressivität der Aktionsmalerei zu erkennen. Seine Bilder entfalten Universen mit mystischer Urkraft, die für ihn im Weiblichen, in der Natur und der Geburt liegen, sie sind gestisch expressiv, aufwühlend und „unbürgerlich“ und ziehen den Betrachter in seinen Bann. Sie sind meist farbgewaltig, doch nicht minder faszinieren seine überaus dichten Tusche-Feder-Zeichnungen.
Seit 1982 befasst er sich auch intensiv mit Pferden, speziell mit Araber-Pferden, war er doch selbst Pferdehalter und –züchter. In aufwändigen Recherchen zeichnet er die Herkunftslinien der „ältesten Pferderasse der Welt“ und ihre verschlungenen Pfade nach.
Seine Arbeiten faszinierten nicht nur Peter Infeld, sondern auch Sammler wie Rudolf Leopold oder Laurie Anderson in New York, sowie zahlreiche weitere Kunstsammler, Galeristen und Museen. Erfolgreiche Ausstellungen in vielen europäischen Städten würdigen sein Werk.
In dieser Ausstellung werden neben großformatigen Acryl-Bildern auf Leinwand auch eine Serie großer Ölkreidezeichnungen auf Papier (je 133 x 92 cm) und andere Farbzeichnungen sowie seine wunderbaren Tusche-Feder-Zeichnungen in den Formaten 65 x 50 bzw. 50 x 65 gezeigt.

- Kitzbühel, 2002, Acryl auf Leinen, 140 x 140 cm

- Quasimoda, 1. Kapitel „Die 8.te Weihung“, 2004, Tuschefeder auf Karton, 65 x 50 cm

- Sitting Bull / So hard to die, 2002, Ölkreide auf Karton, 133 x 91,5 cm

- VS/Umschlag-Mappe „Die 8.te Weihung“, 2004, Tuschefeder auf Pappe, 84 x 62 cm

- Die Spinne, 19. Kapitel „Die 8.te Weihung“, 2004, Tuschefeder auf Karton, 65 x 50 cm
Ausstellungen
| 1991 | Galerie Slavi, Grödig bei Salzburg |
| 1992 | Galerie Eboran, Salzburg, Galerie Kitzbühel, Kuenburggewölbe, Werfen |
| Art Cologne (Zeitkunstgalerie), Köln (D), | |
| Decouvertes (Zeitkunstgalerie) Paris (F) | |
| 1993 | Galerie Anton Meier, Genève (CH), Palazzo Martiengo, Brescia (I) |
| Galleria Peccolo, Livorno (I), Zeitkunstgalerie, Köln (D) | |
| Galleria del Credito Valtellinese, Milano (I) | |
| Galerie im Taxispalais, Innsbruck, Galerie im Traklhaus, Salzburg, | |
| Kunsthaus Horn | |
| 1994 | Galerie Holzer, Villach, Galleria Miralli, Viterbo (I), |
| Galerie Oberösterreichischer Kunstverein, Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck | |
| 1995 | Peter Ohrfandl Gallery, Wien, Linart – Ohrfandl Gallery, Gent (B) |
| 1996 | Galerie Altnöder und Salzburger Kunstverein, Salzburg, |
| Kuenburggewölbe, Werfen, „kunst wien `96“ Wien | |
| 1997 | Galerie Ariadne, Wien, Galerie Kitzbühel, Galerie Chobot, Wien |
| 1998 | Galerie Altnöder, ACP Galerie Peter Schuengel, Galerie Eboran, Galerie der Stadt Salzburg im Mirabellgarten, Galerie im Traklhaus, Galerie Thaddaeus Ropac, Museum der Moderne, Rupertinum, Salzburger Kunstverein, Salzburg, Kulturhaus der Stadt Graz, Gallerias Peccolo, Livorno (I) |
| 1999 | Galerie Altnöder und Galerie Weilinger, Salzburg, |
| Montserrat Gallery, New York | |
| 2000 | Galerie Kitzbühel, Galerie Stiegl, Salzburg |
| 2001 | Galerie Altnöder, Salzburg, Kaimann Art and Trends, Genua (I) |
| 2002 | Zeitkunst Kitzbühel, kunst wien 2002, Museum Moderner Kunst - Stiftung Wörlen, Passau (D), Schloß Wildthurn, Landau in der Pfalz (D) |
| 2003 | Infeld Haus der Kultur, Halbturn |
| 2006 | Galerie Altnöder, Salzburg, Viennafair 2006, Wien |
| 2007 | Galerie Altnöder, Salzburg, Museum Gugging – Art Brut Center, Gugging |
| 2009 | Galerie Peithner-Lichtenfels, Wien, Galerie Altnöder, Salzburg |
| 2010 | Galerie Peithner-Lichtenfels, Wien |
| 2011 | Galerie im Traklhaus, Salzburg |
| 2012 | Amtshaus Wien-Margareten, Wien (Sammlung Infeld) |
Sammlungen
Stadt Salzburg, Land Salzburg,
Erzbischöfliches Ordinariat, Rupertinum, Stieglbrauerei, Salzburg
Bundesministerium für Unterricht und Kunst, Wien, Sammlung Leopold, Wien
Stadt Livorno (I)
Sammlung Kulturarchiv Stadt Gadebusch (D)
Sammlung Laurie Anderson, New York
Sammlungen: Peter Infeld, Maximilian Stromer, Erich Ebner, Wolfgang Graninger,
Hermann Nitsch, Alain Delon

